Jack the Ripper - Die Geschichte eines Mörders
Radio-Fassung - Deutschlandfunk am 20. April 2002

Vorwort

Tracks 01 - 09

Tracks 10 - 18

Tracks 19 - 27


Track 10

1:30

Annäherungsversuche
2 Schnitte - ca. 10 Sekunden

0:11

Dr. Hopper: "Arsen - in seinem Zustand? Ausgeschlossen, das würde ihn sofort umbringen! Nein, nein, er scheint etwas Schreckliches zu verarbeiten - können Sie sich vorstellen, was das sein könnte, Florie?"
Florie: "Ich weiß nicht, Doktor. James war wie besessen von dem Gedanken, dass ich ihn betrüge. Er schloss sich wochenlang in seinem Arbeitszimmer ein, wollte niemanden sehen. Dabei war der Mann, auf den er eifersüchtig war, lediglich ein treuer Freund, mit dem ich mich ab und zu getroffen habe - ein guter Zuhörer mehr nicht!"
Dr. Hopper: "Ich kenne Alfred Brierley!"

1:01

Florie: "Dann wissen Sie ja sicherlich auch, dass wir unsere Verbindung aufgelöst haben!"
Dr. Hopper: "Ja, das weiß ich! Und da frage ich mich natürlich, wer Sie demnächst trösten wird, wenn Ihr Mann nicht mehr unter uns weilt. Sie wissen doch, dass ich Ihnen immer sehr zugetan war, Florie!"
Florie: "Ich werde rasch etwas Wasser holen!"

Track 11

5:48

Annie Chapman
5 Schnitte - ca. 49 Sekunden

2:42

Lewellyn: "Ich glaube, nicht wirklich. Sie stinkt wie eine Kneipe, die Frau war wohl ziemlich betrunken."
Abberline: "Hat er sie...?"
Lewellyn: "...vergewaltigt, meinen Sie!? Nein, dafür gibt es keine Anzeichen!"

Abberline: "Was geschah dann?"
Lewellyn: "Nachdem er sie erwürgt hatte, hat der Täter sein Opfer hier auf den Boden gelegt und versucht, ihr den Kopf abzutrennen, was ihm aber nicht gelungen ist. Hier: Die Kehle ist von links nach rechts bis auf die Wirbelsäule durchschnitten, was darauf schließen läßt, daß der Täter Rechtshänder ist. Bei der Tatwaffe könnte es sich um ein Skalpell oder ein extrem scharfes Jagdmesser gehandelt haben. Darauf weist auch der Schnitt am Bauch hin: Mit unglaublicher Kraft und Präzision von unten nach oben ausgeführt. Die Eingeweide hat er ihr über die linke Schulter gelegt, die Vagina aufgeschlitzt und ...."
Abberline: "Und was, Doktor?"

Lewellyn: "... die Gebärmuter herausgeschnitten und mitgenommen! Wenn Sie mich fragen, die Tat eines Wahnsinnigen, der unglaublich geschickt mit dem Messer ist. Ein Jäger, ein Schlachter, ein Schuhmacher oder vielleicht sogar ein Chirurg - er wußte immerhin, wo die Organe liegen...."
Abberline: "Sie glauben, jemand aus Ihrem Stand wäre zu so einer Tat fähig, Doktor?"
Lewellyn: "Wahnsinnige gibt es überall, Inspektor, davon ist auch die Ärzteschaft nicht verschont geblieben!"

Abberline: "Mmhhh! Constabler Neil - hat irgend jemand aus der Nachbarschaft etwas Verdächtiges bemerkt?"
Constabler: "Nein, Inspektor! Ich habe alle Hausbewohner von Nummer 29 befragt: Keiner will etwas gesehen oder gehört haben!"
Littlechild: "Inspektor, hier liegt eine blutige Lederschürze in einem Wassertrog!"
Abberline: "Bringen Sie sie her, Littlechild!"
Littlechild: "Und da lag noch etwas: Ein zerrissener Briefumschlag, Absender und Adressat sind abgetrennt worden, aber ein großes "M" ist draufgemalt. Ob das vom Täter stammt?"
Abberline: "Zeigen Sie mal her! Eine Art Visitenkarte, meinen Sie? Möglich, Littlechild, möglich! Vielleicht ist es aber auch nur ein weiteres Stück Unrat, das hier in diesem schmierigen Hof herumliegt. Stecken Sie das Papier ein, Littlechild, man kann ja nie wissen, und die Lederschürze nehmen Sie auch mit - vielleicht kommen wir dem Kerl ja damit auf die Schliche! Hat man die Leiche von Polly Nicholls nicht vor einem Pferdeschlachthaus gefunden, Constabler?"
Constabler: "Ja, Sir - in der Buck´s Row, um genau zu sein!"
Abberline: "Verhören Sie die Arbeiter dort, und finden Sie raus, ob jemandem von ihnen diese Schürze gehört!"
Constabler: "Zu Befehl, Inspektor! Was glauben Sie, Sir... wird der Kerl weitermachen?!"
Abberline: "Das hier sieht ganz so aus, als hätte der Mörder Spaß an seinem Gemetzel gehabt. Das Ausweiden gibt ihm wahrscheinlich ein Gefühl der Macht über seine Opfer, und diesmal hat er sogar eine Trophäe, den Uterus der Toten, mitgenommen. Ja, er wird weitermachen, Constabler - das ist so sicher, wie das Amen in der Kirche!"

Track 12

1:10

Schöpferische Pause
2 Schnitte - ca. 14 Sekunden

0:05

Maybrick: "Ich hatte also wieder zugeschlagen, und diesmal hatte ich den Bullen sogar eine Visitenkarte hinterlassen: "M" wie Maybrick. Dieses kleine Spielchen erregte mich noch zusätzlich! Die Gebärmutter der Schlampe hatte ich ein paar Straßen weiter weggeworfen - schmeckte scheußlich; beim nächsten Mal wollte ich eine Niere probieren! Doch zunächst mußte ich mir eine kleine schöpferische Pause gönnen, denn in Whitechapel wimmelte es nur so von Polizei. Dass Florie mit den Kindern für 3 Wochen verreist war, kam mir zupaß! Ich kümmerte mich hin und wieder um das Geschäft, ließ ansonsten meinen Partner die Arbeit tun, ging zum Pferderennen und verbarrikadierte mich die meiste Zeit in meinem Arbeitszimmer. Dort studierte ich die Londoner Zeitungen mit den Artikeln über meine Heldentaten und ließ mir eine gute Tasse Rinderbrühe mit Arsen schmecken."

Track 13

3:42

Die ghulenhafte Kreatur
2 Schnitte - ca. 17 Sekunden

0:08

Maybrick: "Ahh, das tut gut! Na, dann wollen wir doch mal sehen: East Londoner Observer vom 10. Oktober 1888. An einem Sonntag ist der Stadtteil Whitechapel erneut von einem brutalen Hurenmord erschüttert worden. [...]"

3:11

Maybrick: "Ja, Hudson! Gehen Sie doch mal rasch zum Apotheker Hewitt in die Victoria Street und sagen Sie ihm, er soll mir eine besonders große Portion meiner Medizin abfüllen - er weiß dann schon Bescheid! Hier sind 10 Pfund Sterling, das müßte genügen!"
Hudson: "Brauche ich dafür nicht ein ärztliches Rezept, Sir?"
Maybrick: "Kümmern Sie sich um Ihre eigenen Angelegenheiten, Hudson, und tun Sie einfach das, was ich Ihnen sage!"

Hudson: "Sehr wohl, Sir!"

Track 14

0:45

Schlechte Nachrichten
1 Schnitt - ca. 3 Sekunden

0:32

Maybrick: "Der verdammte Mistkerl! Hudson, meinen Zylinder und meinen Mantel! Ich werde Hewitt auf der Stelle einen Besuch abstatten!"
Hudson: "Sehr wohl, Sir. Ganz wie Sie wünschen."

Track 15

2:41

Die Kapsel
keine Änderungen

Track 16

1:22

Gestärkt
1 Schnitt - ca. 18 Sekunden

0:17

Maybrick: "Ich fand eine andere Quelle. Ich kannte einen Mann, der in einer Chemikalienfabrik in Manchester arbeitete. Ich hatte ihm vor Jahren einmal aus einer finanziellen Notlage herausgeholfen, und er war mir deshalb mehrere Gefallen schuldig. Ich telegrafierte ihm, und schon wenige Tage später schickte er mir ein großes Paket mit Unmengen von Arsenpulver und Strychnintabletten - direkt aus Fabrik und in einer Qualität, von der ich bis dahin nicht mal zu träumen gewagt hatte. Die Zyankalikapsel verwahrte ich in einem Geheimfach in der Rückseite meiner Taschenuhr. Man konnte ja nie wissen: Wenn mich die Bobbies tatsächlich schnappen sollten, wollte ich Ihnen zumindest mit meiner Hinrichtung zuvorkommen! Ich war also wieder bereit und konnte bald wieder gestärkt an die Arbeit gehen."

Track 17

5:03

Liz Stride
1 Schnitt - ca. 303 Sekunden
komplett gestrichen
Hier lernt Maybrick die Hure Liz Stride kennen. Beim Mord an ihr wird er von dem Kutscher Diemschutz gestört, der die Leiche findet, sofort losläuft und die Polizei ruft. Die Gelegenheit nutzt Maybrick zur Flucht.

Track 18

3:41

Doppelereignis
1 Schnitt - ca. 14 Sekunden

3:08

Abberline: "Nein, aber die Kollegen müssen ein Protokoll aufnehmen!"
Kutscher: "Ach so! Inspektor....."
Abberline: "Was ist denn noch?"
Kutscher: ".... ist dieser wahnsinnige Mörder wirklich ein Doktor, wie die Leute jetzt erzählen?"
Abberline: "Sie müssen nicht alles glauben, was die Leute reden, und jetzt packen Sie sich, Mann!"

[Kutscher brummt etwas, Constabler kommt gehetzt angerannt]
Constabler: "Inspektor, Inspektor...."
Abberline: "Was gibt es, Neil, haben Sie ihn?"

Schnittbericht
(c) 2002 - Mortal